PVCPlastisole im Automobilbau
Unter einem PVC-Plastisol versteht man eine Dispersion spezieller PVC-Typen in Weichmachern (s. auch Kapitel 2.2.5 PVC-Pastenverarbeitung). Dabei handelt es sich um eine bei Raumtemperatur streichbare Masse. Beim Erwärmen der Plastisole wandert der Weichmacher in das feinverteilte PVC, das sich dann zu flexiblen, formstabilen und abriebfesten Systemen verfestigt – der Fachmann spricht vom »Gelieren«.
Plastisole können vielfältig verarbeitet werden, beispielsweise durch Streichen, Sprühen, Tauchen und Gießen.
PVC-Plastisole finden im Automobilbau Verwendung als:
- Verklebungen,
- Abdichtungen und Versiegelungen,
- Bördelnähte,
- Unterbodenschutz.
Aber auch Armstützen und Türinnenteile werden mit PVC-Plastisolen hergestellt.
Der gelierte Unterbodenschutz schützt das Autoblech gegen Korrosion. Er ist wärmebeständig, alterungsbeständig und auch bei tiefen Temperaturen ausreichend flexibel. Positiv schlagen zudem die gute Abrieb-, Zug- und Schälfestigkeit zu Buch.
PVC-Plastisole stellen für viele Anwendungen im Automobilbau sowohl technisch als auch wirtschaftlich eine optimale Problemlösung dar, die sich in langjähriger Praxis bewährt hat.


