Im Gleichschritt marsch zur Wiederverwertung //
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16. Juni 2008
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Fernsehbericht center.tv (Köln) vom 18. Juni 2008
Neben Radio/Fernsehen und zahlreichen Printmedien berichtet auch das regionale Branchenmedium "ChemCologneCompact" über die gelungene Aktion (Bericht auf Seite 10)
Mehr als 2.500 alte Kunststofffenster der ehemaligen Wuppertaler GOH-Kaserne erhalten ein zweites Leben / Größtes PVC-Recyclingprojekt Deutschlands erfolgreich angelaufen /
Aktionsbündnis sammelt bundesweit neben Altfenstern auch Bodenbeläge, Dachbahnen, Planen und Rohre aus Kunststoff / Energetische Modernisierung: Experten rechnen mit starker Zunahme der Recyclingmengen
Wuppertal (prs). – Mit dem Startschuss für den ”Engineering Park” in Wuppertal hat eines der größten Bauvorhaben im Bergischen Land begonnen. Auf einem Areal von ca. 400.000 qm der ehemaligen General-Oberst-Hoeppner-(GOH)-Kaserne entsteht ein Mix von Gewerbe-, Industrie- und Wohnflächen. Bauherr ist die Projektgesellschaft Engineering Park Wuppertal GmbH. Für die Kasernengebäude ist ein kontrollierter Rückbau vorgesehen, bei dem die Trennung der Bauabfälle nach modernen ökologischen Gesichtspunkten erfolgt. Und auf diese Weise hat das Wuppertaler Bauvorhaben auch das derzeit größte PVC-Recyclingprojekt Deutschlands hervorgebracht: Rund 2.500 (!) Kunststoff-Altfenster und große Mengen an Bodenbelägen werden im werkstofflichen Recycling wiederverwertet. Grund genug für die Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt e.V. (AgPU), Bonn, zum Ortstermin auf die Baustelle einzuladen.
Die mit der Entsorgung der alten Baumaterialien beauftragte EBE Entsorgungsbetriebe Essen GmbH in Kooperation mit der AWG Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH, Wuppertal, hatte sich zuvor an die bundesweiten Sammelsysteme für PVC-Altfenster und –Bodenbeläge, die Rewindo Fenster-Recycling-Service GmbH, Bonn, sowie die Arbeitsgemeinschaft PVC-Bodenbelag Recycling (AgPR), Troisdorf, gewandt. Denn das werkstoffliche Recycling ist nicht nur unter ökologischen Gesichtspunkten sinnvoll, es spart auch in erheblichem Maße Kosten. Nach Schließung der Deponien für Bauabfälle im Sommer 2005, so AgPU-Geschäftsführer Werner Preusker, bliebe als gängige Alternative nur die viel kosten-intensivere Entsorgung in der Müllverbrennungsanlage. Im Übrigen sei PVC ein wertvoller Rohstoff, ihn umweltgerecht wiederzuverwerten, daher auch volkswirtschaftlich sinnvoll.
Das für den Fensterbereich verwendete PVC lässt sich im werkstofflichen Recyclingverfahren mindestens bis zu sieben Mal wiederverwerten. ”Die Branche hat dafür seit Anfang der 90er Jahre immer bessere Technologien entwickelt”, erklärte Rewindo-Geschäftsführer Michael Vetter. Einer seiner Recyclingpartnerbetriebe, die VEKA Umwelttechnik GmbH, Hörselberg-Hainich / Thüringen, erhielt den Auftrag. “Deren Containerfahrzeuge holen ab sofort schrittweise die 2.500 Altfenster in Wuppertal ab. Im VEKA-Recyclingwerk erfolgt dann in mehreren Schritten die Trennung des Altmaterials in die Einzelbestandteile Kunststoff, Metall, Glas und Gummi. Zurück bleibt schließlich sortenreines PVC-Granulat, das anschließend wieder in die Produktion neuer Fensterprofile zurück gelangt”, beschreibt Vetter den weiteren Weg der Kasernenfenster. Als Recycling-Fensterprofile werden sie alsbald irgendwo in Europa ein zweites Leben beginnen.
Ein ähnliches Prozedere gilt für die ausgedienten PVC-Bodenbeläge. Sie werden in der 1993 errichteten Recyclinganlage der AgPR in Troisdorf zu Feinmahlgut verarbeitet. Dieses lässt sich auf Grund seiner Eigenschaften problemlos bei der Produktion neuer PVC-Fußbodenbeläge einsetzen. Das seit 1990 tätige Sammelsystem unterhält darüber hinaus ein bundesweites, dichtes Netz von Annahmestellen.
Für das Kunststoff-Altfensterrecycling in Deutschland stellt der Kasernenrückbau in der bergischen Stadt einen weiteren erfolgreichen Meilenstein dar. Seit Gründung der Servicegesellschaft Rewindo im Jahr 2002 sind die recycelten Altfenstermengen Jahr für Jahr gestiegen. Wurden 2001 ca. 4.800 Tonnen reines PVC-Granulat gewonnen, so waren es im Jahr 2007 bereits 15.000 Tonnen – das entspricht mehr als 700.000 Altfenstern, etwa der Bedarf einer Kleinstadt mit 50.000 Einwohnern.
Experten rechnen in den kommenden Jahren mit einer noch weitaus stärkeren Zunahme der Recyclingmengen für alle PVC-Baustoffe wie Bodenbeläge, Dachbahnen, Fenster, Rollladen oder Rohre. Eine wesentliche Triebkraft dürfte dabei die notwendige Modernisierung umfangreicher Wohnungsbestände aufgrund der ständig verschärften Energieeinsparverordnung (EnEV) sein. Jüngere Studien haben zum Beispiel ergeben, dass über 30 Millionen Fenstereinheiten sofort ausgetauscht werden müssten, da sie immer noch Einfachverglasung mit entsprechend geringer Wärmedämmung aufweisen. Langfristig werden noch größere Mengen reif für den Austausch; dafür sorgt allein schon die bereits in der Ausarbeitung befindliche EnEV 2009, die im Jahr 2012 nach Plänen der Bundesregierung noch einmal verschärft werden soll.
Egal ob Rückbau oder Modernisierung – alte PVC-Baustoffe fallen bei größeren Projekten zumeist parallel in unterschiedlichen Gewerken an. Die ehemalige Wuppertaler Kaserne ist dafür nur ein Beispiel. Die PVC-Recycler haben sich daher zu einem Aktionsbündnis zusammen-geschlossen. Zur “Aktion PVC-Recycling” gehören – neben AgPR und Rewindo - das Recyclingsystem des Kunststoffrohrverband e.V. (KRV), ferner ROOFCOLLECT als Sammel- und Wiederverwertungssystem für Kunststoff-Dach- und Dichtungsbahnen sowie das Projekt EPCOAT für Planen.
Rückfragen: Werner Preusker, Geschäftsführer, Arbeitsgemeinschaft PVC und UMWELT e.V. (Working Group PVC and Environment)
Am Hofgarten 1-2, D-53113 Bonn
Tel. +49 228 917 83-0, Fax +49 228 538 95 94
www.agpu.com | agpu(at)agpu.com
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More than 2,500 old PVC windows from the former GOH army barracks in Wuppertal receive a new lease of life / Germany’s largest PVC recycling project successfully started
Nationwide alliance collects plastics including old windows as well as flooring, roof membranes, tarpaulins and pipes / Energetic modernization: Experts expect a strong increase in recycling quantities
Wuppertal (prs). – With the start signal for the “Engineering Park” in Wuppertal one of the largest building projects in the German region of the Bergisches Land has begun. A mix of commercial, industry and residential housing is being developed on an area of approx. 400,000 square meters of the former General Colonel Hoeppner (GOH) barracks. The real estate developer is the project company Engineering Park Wuppertal GmbH. A controlled deconstruction is intended for the barracks buildings, with which the separation of the building wastes taking place on the basis of modern ecological criteria. In this way the Wuppertal building project has also started the largest PVC recycling project in Germany: Around 2,500 (!) old windows and large quantities of flooring are going to be reused in mechanical recycling. Reason enough for the Working Group PVC and Environment (AgPU), Bonn, to extend an invitation for an on-site visit.
Because mechanical recycling is not only meaningful according to ecological criteria, but also saves costs to a large extent, the company assigned the disposal of the old building materials – EBE Entsorgungsbetriebe Essen GmbH in co-operation with the AWG Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH, Wuppertal – had turned to the nationwide collecting systems for old PVC windows and flooring, Rewindo Fenster-Recycling-Service GmbH in Bonn, as well as the Association for PVC floor covering recycling (AgPR) in Troisdorf. After the closure of the landfill for construction wastes in the summer of 2005, the much more cost-intensive disposal in an incineration plant would have been the usual alternative, declared AgPU managing director Werner Preusker. But PVC is a valuable raw material and re-using it is not only environmentally sustainable but is also economically sensible.
PVC used for window frames can be recycled up to seven times in the mechanical recycling process. “The industry has been developing better technologies since the beginning of the 90's”, explained Rewindo managing director Michael Vetter. One of his recycling partner enterprises, VEKA Umwelttechnik GmbH in Hörselberg-Hainich in Thüringen, received the order. “Their container vehicles are now gradually fetching the 2,500 old windows in Wuppertal. In the VEKA recycling works the material is then separated in several steps into the single components of plastic, metal, glass and rubber. In the end pure PVC granulates remain, which afterwards are used in the production of new window frames”, describes Vetter regarding the processing of the barracks windows. They soon will begin a second life somewhere in Europe as recycled window frames.
A similar procedure is employed for the old PVC flooring. In the recycling plant of the AgPR in Troisdorf, which was established in 1993, it is converted to fine mill material. Due to its characteristics, this can be easily used with the production of new PVC floor coverings. The collection system, which as been active since 1990, maintains a nationwide network of collection points.
The barracks deconstruction in Wuppertal represents a further successful milestone for the recycling of old PVC windows in Germany. Since the establishment of the Rewindo service company in 2002 the recycling of old windows has increased year on year. In 2001 approx. 4,800 tons of pure PVC granulates were gained, rising in the year 2007 to 15,000 tons – corresponding for instance to more to than 700,000 old windows, or the needs of a town of 50,000 inhabitants.
Experts expect a far greater increase of the recycling quantities for all PVC building materials such as flooring, roof membranes, windows, shutters and pipes in the coming years. A substantial driving force should be the necessary modernization of extensive housing stock due to the constantly intensified energy performance of buildings directive (EPBD). For example recent studies have shown that over 30 million window assemblies would have to be immediately exchanged, since they only have single glazing with accordingly low thermal insulation. Even larger quantities will become ready for exchange in the long-term; but alone the EPBD 2009 already in preparation is ensuring increases, and will again be intensified in the year 2012 according to plans of the Federal Government.
Regardless of whether demolition or modernization – with larger projects old PVC construction materials result mostly in parallel in different trades. The former Wuppertal barracks is only one example of this. PVC recyclers have therefore become united in an action alliance. Belonging to the “Aktion PVC-Recycling” are – beside AgPR and Rewindo – the recycling system of the German association of plastic pipes manufacturers (KRV), furthermore ROOFCOLLECT as collecting and recycling system for plastic roof membranes and waterproof membranes as well as the EPCOAT project for tarpaulins.
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Inquiries: Werner Preusker, Geschäftsführer, Arbeitsgemeinschaft PVC und UMWELT e.V. (Working Group PVC and Environment)
Am Hofgarten 1-2, D-53113 Bonn
Tel. +49 228 917 83-0, Fax +49 228 538 95 94
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