Fußbodenbeläge
Am gesamten Markt von Bodenbelägen in Westeuropa hat PVC einen Anteil von etwa 15 %, bezogen auf die Fläche des verlegten Materials.
Im privaten Bereich sind PVC-Böden beliebt, weil sie gute Qualität und leichte Verlegbarkeit zu einem günstigen Preis bieten. In öffentlichen Gebäuden werden häufig die durch Besucherverkehr besonders stark beanspruchten Räume mit PVC ausgelegt. Neben der hohen Abriebfestigkeit spielen auch die Beständigkeit gegenüber Säuren und Laugen sowie die leichte Reinigung eine wichtige Rolle.
Bei der Ausstattung von Krankenhäusern, Laboratorien und Reinsträumen zur Halbleiterfertigung, also überall dort, wo es auf äußerste Hygiene oder Staubfreiheit ankommt, werden häufig PVC-Bodenbeläge verwendet. Die einzelnen PVC-Bahnen lassen sich zu fugenlosen Oberflächen verschweißen und durch Aufbiegen an den Wänden zu nahtlosen Wannen formen. Es gibt daher keine Ritzen, in denen sich Schmutz oder Keime ansiedeln können, ebenso werden verschüttete Flüssigkeiten sicher zurückgehalten.
PVC-Bodenbeläge gibt es in kompakter Form, wobei das Material entweder aus einer homogenen Schicht oder aus mehreren Schichten mit unterschiedlichen Eigenschaften besteht. Beide Typen zeigen eine hohe Abriebfestigkeit. Daneben gibt es geschäumte Bodenbeläge (auch »CV-Beläge« nach dem englischen Begriff »Cushion Vinyls«), die aus einem in PVC eingebetteten Glasvlies bestehen, auf das eine PVCSchaumschicht aufgebracht wird. Diese Beläge sind weich, fußwarm und dämpfen den Trittschall.
PVC-Bodenbeläge enthalten verschiedene Zuschlagstoffe, die sowohl einer guten Verarbeitung als auch der Verbesserung der Gebrauchseigenschaften dienen. Als Stabilisatoren werden vorwiegend Kalzium-Zink-Verbindungen eingesetzt. Pigmente ermöglichen die Einstellung jeder Farbe, Weichmacher mit einem Anteil zwischen 10 und 20 Gewichtsprozent geben dem Belag die gewünschte Flexibilität.
Produktinformation Bodenbeläge



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