Entsorgung von PVC auf Deponien
Die von Mersiowsky et al. - Universität Hamburg-Harburg - in 1999 und 2000 vorgelegten Studien zum Deponieverhalten von PVC-Produkten zeigen, dass PVC auf der Deponie generell keine wesentlichen Probleme verursacht. Eine Schwäche aller bisherigen Studien: Nur PVC-Produkte und kein einziger konkurrierender Werkstoff wurden untersucht.
Phthalate werden in Sickerwässern in nur sehr geringen Mengen gefunden, da sie im Deponiekörper biologisch abgebaut werden. Schwermetalle aus PVC können in das Sickerwasser gelangen. PVC-Produkte spielen aber entsprechend der o. g. Studien im Vergleich zu anderen Schwermetallquellen in der Deponie keine wesentliche Rolle. In dem im Juni 2001 vorgelegten ergänzenden Bericht »Contribution of Post-Consumer PVC Products to Lead Inventory in Landfilled Waste« der TuTech GmbH, Hamburg, kommt der Autor zu dem Ergebnis, dass mit Blei stabilisierte PVC-Produkte auf der Deponie keine signifikanten Umweltauswirkungen hervorrufen.
Mit dem Ablaufen der Übergangsfristen der TA-Siedlungsabfall, dürfen seit dem 1. Juni 2005 unvorbehandelte Abfälle in Deutschland nicht mehr auf Deponien abgelagert werden. Das gilt auch für PVC-Abfälle, Holz, Papier, Metall etc. Eine Vielzahl von Deponien wurden nach 2005 geschlossen und unterliegen heute einer kontrollierten Nachsorge.



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